
Zuckerzusatzstoffe in synthetischer Form werden heutzutage aus den unterschiedlichsten Gründen in Nahrungsmitteln eingesetzt. Der Zuckerersatz ist besonders bei der der Herstellung von Diät-Produkten oder von Nahrungsmittel für Diabetiker beliebt. Darüber hinaus sollen Süßstoff(e) aus synthetischer Herstellung durch den reduzierten Zuckergehalt schonen auf die Zähne wirken.
Die wichtigsten Süßstoffe im Überblick
Sie sind vielseitige Einsetzbar und unterschiedlich in der Intensität ihrer Wirkung. Saccharin ist der bekannteste Vertreter unter den synthetischen Süßungsmitteln. Sucralose (Handelsname: Splenda) ist seit nunmehr 12 Jahren in der EU zugelassen und ist nur wenig umstritten. Polyole kann in einer Kombination mit Sorbitol und Mannitol als Zuckeralkohol verwendet werden, ist jedoch zum Abnehmen ungeeignet. Aspartam und Acessulfam K finden in Diät-Drinks vermehrt Anwendung. Aspartam ist bereit in geringer Menge 200 mal süßer wie handelsüblicher Zucker.
Löst chemischer Zucker Krebs aus?
Die aktuellsten Erkenntnisse der Wissenschaft lassen keinen Rückschluss auf mögliche Krebserkrankungen zu. Dass dieses Thema überhaupt diskutiert wird, liegt an einer Studie an Ratten aus den 60-er Jahren, welche täglich mit 20 Kilogramm Zucker (4000 Süßstofftabletten) gefüttert wurden und an Blasenkrebs erkrankt sind. Eine europäische Studie aus dem Jahr 2006 sieht beim üblichen Verzehr von Zuckerzusatzstoffen wie Aspartam keine Gefahr für die Gesundheit des Menschen in Form einer Krebserkrankung.
Macht Süßstoff dick?
Die Meinungen der Experten gehen in jede erdenkbare Richtung weit auseinander. Zu Mast sollen Süßstoffe bei der Massentierhaltung eingesetzt werden, so eine der vielen Meinungen. Gegner von Süßstoffen bringen an, dass in den USA eingeführte Diät-Getränke die Zahl Fettleibiger massiv erhöht hat. Forschergruppe berichten weiter, dass bei einem zu starken Genuss der Zusatzstoffe der Körper Fett in die Bauchhöhle einlagert. Außerdem soll eine Diabetes-Erkrankung durch übermäßigen Verzehr begünstigt werden.
Zusammenhang zwischen Heißhunger und Süßstoff
Forscher konnten bei einem Versuch mit Ratten nachweisen, dass diese beim Verzehr von Süßstoffen Heißhunger bekamen. Basierend auf diesen Forschungsergebnissen können sich Forscher Störung bei der kontrollierten Nahrungsaufnahme vorstellen, da hierbei das Geschmacksempfinden durch die Aufnahme von Süßstoffen beeinträchtigt werden könnten. Der Beweis hierfür sei in der stark gewachsenen Anzahl von fettleibigen Menschen zu finden. Forscher halten diesem Umstand für ein erstes Indiz.
Pflanzliche Süßstoffe
Stevia ist nun seit mehreren Monaten auch in Europa erhältlich. Ein Blatt dieser enorm süßen Pflanze ersetzt mindestens einen Würfel Zucker. Eine schädliche Wirkung von Stevia konnte jüngst nicht nachgewissen werden. Bei diesem aus Pflanzen gewonnen Süßungsmittel (ebenso wie Honig) sind entgegen aller Behauptungen keinerlei körperliche Beeinträchtigungen zu erwarten. Der Markt für Süßstoff könnte revolutioniert werden. Mehr über Stevia kannst du hier nachlesen.
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